Arbeitsschutz

Schweißerzelte

Ein Schweißerzelt macht zwei Dinge gleichzeitig: Es hält Wind und Regen von der Schweißnaht fern und schirmt den Lichtbogen gegenüber der Umgebung ab.

Das Material ist der entscheidende Punkt

Gewöhnliches Zeltgewebe bekommt bei Funkenflug Löcher — im schlimmsten Fall brennt es weiter. Deshalb verwenden wir für Arbeitszelte ausschließlich PVC-beschichtetes Polyestergewebe mit rund 650 g/m², das nach DIN 4102 B1 beziehungsweise EN 13501-1 schwer entflammbar eingestuft ist. Das ist die höchste Schwerentflammbarkeitsstufe, die für Planenstoffe erreichbar ist.

Zusätzlich: reißfest nach DIN 53354, temperaturbeständig von −30 °C bis +70 °C, UV-stabil und witterungsbeständig.

Konstruktion

Verzinktes Stahlgestänge im Stecksystem mit Flügelschrauben — kein Werkzeug nötig. Alle Säume und Nähte hochfrequenz-verschweißt. Am Boden ein 10 cm breiter Faulstreifen mit Ösen für T-Heringe.

Seitenplanen sind aufrollbar, sodass Material eingebracht werden kann. Giebelwände hängen in die Dachplane ein und lassen sich mittig per Reißverschluss öffnen.

Welches Modell?

Das ZX ist für den täglichen Einsatz gemacht: von einer Person in etwa 15 Minuten aufgebaut, Packmaße für den PKW-Kombi. Das Titan deckt größere Flächen bis 75 m² ab. Beide gibt es verstärkt als ZX Plus und Titan Plus.

Wenn kein ganzes Zelt nötig ist

Geht es nur darum, den Lichtbogen gegenüber Kollegen abzuschirmen, reicht oft ein Schweißerschirm — eine mobile Abschirmung auf Rollen. Für dauerhaft eingerichtete Arbeitsplätze sind Schweißvorhänge die passende Lösung.

Typische Einsatzgebiete

  • Schweißarbeiten im Freien und auf Baustellen
  • Rohrleitungs- und Stahlbau vor Ort
  • Instandsetzung an Anlagen und Maschinen
  • Wetterschutz bei Montagearbeiten

Häufige Fragen

Darf im Zelt wirklich geschweißt werden?
Ja. Die Zelthaut ist aus PVC-beschichtetem Polyestergewebe mit rund 650 g/m², eingestuft nach DIN 4102 B1 beziehungsweise EN 13501-1 — der höchsten Schwerentflammbarkeitsstufe für Planenstoffe — und ausdrücklich für Schweiß- und Flexarbeiten geeignet. Die allgemeinen Regeln für feuergefährliche Arbeiten gelten natürlich weiterhin.
Wie unterscheidet sich das von einem normalen Zelt?
Am Material. Ein gewöhnliches Zeltgewebe schmilzt bei Funkenflug und bekommt Löcher. Das Gewebe unserer Arbeitszelte ist so eingestellt, dass es Funken standhält und nicht weiterbrennt.
Welche Größen sind sinnvoll?
Für Arbeiten an einem Punkt reicht meist ein ZX in 2×2 oder 3×3 m. Für Rohrleitungen und größere Baugruppen ist das Titan die richtige Wahl — bis 75 m², bei Bedarf durch Kopplung mehrerer Zelte erweiterbar.
Gibt es Belüftung?
Auf Wunsch Entlüftungsfenster mit Gitter und Außenklappe. Bei Schweißarbeiten ist das wichtig — für die Absaugung selbst brauchen Sie zusätzlich eine technische Lösung, das Zelt ersetzt sie nicht.

Passt dazu

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